• Gewerkschaft für Solo-Selbstständige:

    ver.di-Mitglied werden: Wann und für wen das Sinn macht ...

    Mitglied werden
    © Kay Herschelmann

Selbstständige in ver.di – darum geht's bei (d)einer Mitgliedschaft

  • Selbstständige gibt es in allen Organisationsbereichen der ver.di.
    Selbstständige in ver.di verbindet eine Haltung: Wir sind solidarisch denkende Einzelunternehmer*innen, gesellschaftlich verantwortliche Selbstständige, die über den Tellerrand des eigenen Berufs- oder Erwerbsstatus hinausblicken.

  • Bedingungen gemeinsam und in einer Gemeinschaft gestalten.
    Aktuell sind rund 30.000 Solo-Selbstständige ver.di-Mitglied. Honorarkräfte, Subunternehmer*innen und Freiberufler*innen, die sich nicht allein auf die eigene Stärke oder die einzelner Gruppen verlassen wollen, sondern auf die Kompetenz und Durchsetzungskraft einer großen, starken Gemeinschaft bauen. In ihr koordinieren und vertreten sie ihre speziellen Interessen gegenüber Auftraggebern und Politik in eigener Verantwortung und Struktur.

  • Wir sind Teil des Kampfes für ‚Gute Arbeit‘.
    Wir wollen, dass alle, die von ihrer Arbeitskraft leben, Stimme, Unterstützung und politisches Gewicht in einer solidarischen Gesellschaft haben. – Egal ob selbstständig oder abhängig beschäftigt oder beides gleichzeitig: Wir begleiten Mitglieder in allen Phasen des Erwerbslebens und in jedem Erwerbsstatus. Kollektive Vertretung, berufliche Beratung und Rechtsschutz sind selbstverständlich inklusive.

Gemeinsam selbstständig - gemeinsam was bewegen

Es gibt viele Gründe für einen ver.di-Beitritt. Auf unseren Seiten findest du Themen, die uns bewegen und Leistungen, die du erwarten kannst sowie Tipps, wie du dich engagierst. Da eine Gewerkschaft aber etwas mit Politik und Gestaltung zu tun hat, solltest du vor einem Beitritt wissen, was uns prägt.

Die Ziele, die wir gemeinsam vertreten, sind gemeinsam erarbeitet und zugleich nicht in Stein gemeißelt: wir freuen uns über jedes Mitglied, das hilft, unsere Grundideen weiterzuentwickeln. In unseren demokratischen gewerkschaftlichen Strukturen und in Solidarität mit allen Erwerbstätigen.
Wir blicken vor allem auf den selbstständigen Erwerbsstatus, aber gleichzeitig über den Tellerrand hinaus. Das unterscheidet uns von vielen Initiativen, Berufs- und Wirtschaftsverbänden, die ebenfalls Selbstständige organisieren.
In ver.di spiegelt sich die extrem vielfältige Arbeitswelt der Selbstständigen wider. Sie reicht von abhängiger Selbstständigkeit bis zu gesuchten Fachkräften, die ihre Bedingungen auf Augenhöhe verhandeln. Wir sehen genau hin, wer unter welchen Bedingungen in unseren Branchen und Berufen arbeitet und wo wir aktiv werden müssen.
Klar: Zuerst und generell wollen wir die Bedingungen für Selbstständige verbessern, aber nicht, wenn das auf Kosten anderer geht. Wir wollen deshalb weder Dumpinghonorare, noch Selbstständige unterstützen, die meinen, sie kämen auch ohne eine solidarische Gesellschaft gut klar, etwa ohne soziale Sicherung für Alle und ohne ein umverteilendes Steuerrecht.
Als ver.di-Selbstständige streiten wir gerne mit unfairen Auftraggebern, schauen aber auch bei den vielen Gesprächen mit der Politik und anderen Verbänden genau hin, welche Interessen letztendlich bedient werden: Wo Oben und wo Unten im Fokus steht, über welche Maßnahmen wir im Detail reden und welche gesamtgesellschaftlichen Fragen sich stellen. Uns ist wichtig, den eigenen sozialen Kompass auszurichten und selbst zu entscheiden wo und wofür wir stehen. Beispielsweise: Selbstständige und abhängig Beschäftigte mit Niedrigeinkommen haben manchmal mehr gemein als Selbstständige, die eine ganz unterschiedliche Marktmacht haben.

Machtfragen, Austausch und demokratische Interessenvertretung

Wer Einkommensbedingungen gestalten will, muss in der Lage und willens sein, Druck auf Auftraggeber auszuüben. Das gelingt nur mit einer starken Organisation im Rücken. Die ver.di kann auf den ersten Blick wie eine anonyme Großorganisation wirken, entwickelt aber tatsächlich unter einem großen, solidarischen Dach den Charme kleiner, überschaubaren Einheiten. Die vielfältigen Fach- und Statusgruppen erlauben jedem Mitglied ein gezieltes Engagement für eigene Themen.
Regional und bundesweit bilden die ver.di-Selbstständigen daher eigene Netzwerke und sind zusätzlich in den Vorständen der Gesamtorganisation vertreten. Wer drin ist und gestalten will, erlebt ver.di nicht als Monolith: Wir pflegen ein ausgeprägtes Eigenleben mit eigenen Positionen und Handlungsoptionen und haben zugleich einen demokratisch legitimierten, gesicherten Einfluss auf die Gesamtorganisation.

Selbstständige, haben unterschiedlichste Motive bei uns mitzumachen. Wir kennen und schätzen eure unterschiedlichen Bedürfnisse und Erfahrungen und es ist legitim, als Mitglied auch individuelle Leistungen zu fordern. – Eine Gewerkschaft ist jedoch vor allem eine wirksame Vertretung für die eigenen Interessen. Die funktioniert nur als Mitmach-Organisation. Weder die politischen Rahmenbedingungen (die insbesondere unsere Gruppe Solo-Selbstständige imm Blick hat), noch berufsspezifische Umstände (um die sich vor allem die Fachgruppen kümmern) verändern sich im Selbstlauf. Je mehr Selbstständige sich aktiv einbringen, desto mehr können wir gemeinsam bewegen.
Das gilt auch für die Veränderung der Gewerkschaft selbst: Bei einer bundesweiten Mitgliedschaft von „nur“ 30.000 Selbstständigen wird nicht jedes Argument unserer Vertreter*innen vor Ort, im Land oder auf Bundesebene ad-hoc von Anderen übernommen. In ver.di engagieren sich eben Viele für Vieles. Je mehr Selbstständige sich da zu Wort melden, desto schneller überspringen wir gemeinsam die Aufmerksamkeitsschwelle – und können dann auf die Kraft einer Millionenorganisation bauen.

Solidarität heißt auch: Gemeinsam auf der richtigen Seite stehen

Die wirklich großen Themen packen wir nicht mit ein paar schnell hingeworfenen Thesen an. Unsere jahrzehntelange Erfahrung zeigt: Immer wenn Selbstständige lediglich mit ein paar Protagonist*innen auftreten, mit Themen-Strohfeuern und einseitigen Forderungspaketen, verändern sie gesellschaftlich wenig. Wir sind überzeugt: Wer maximale öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt, kann kurzfristig Zuspruch erreichen, dem notwendigen grundsätzlichen und nachhaltigen Wandel dient es oft nicht.
Mit knapp zwei Millionen Mitgliedern kann es sich ver.di leisten, beides zu tun: Neben schnellen Erfolgen – etwa erfolgreichen Einzelberatungen oder auch Austausch- und Informationsveranstaltungen – setzen wir auf große, langfristige Ziele. Dazu gehören faire Vergütungen in jedem Erwerbsstatus, die Durchlässigkeit und Stabilität sozialer Systeme sowie eine auch mit zukünftigen Generationen solidarische und gerechte Gesellschaft.
Den Wertekanon müssen wir im Detail gemeinsam justieren, denn dazu gehören immer auch sehr grundsätzliche Themen wie Umverteilung und das entschiedene Eintreten gegen jede Diskriminierung.

Logo Gut aufgestellt
© ver.di Selbstständige

 Solidarischer Mitgliedsbeitrag

Wahrscheinlich interessiert dich auch, was die Mitgliedschaft kostet: Andere Organisationen haben Festpreise, wir diffenzieren nach Einkommen. Hast du (gerade) keines, zahlst du 2,50 € pro Monat, ansonsten (egal ob selbstständig oder angestellt tätig), ein Prozent der Einkünfte, die du durch eine Tätigkeit im Organisationsbereich der ver.di realisierst. Dafür bekommst du Beratung, Vertretung, Stimmrecht und beruflichen Rechtsschutz im gesamten Bereich, den ver.di umfasst.

Bei Selbstständigen ist die Berechnungsgrundlage der Gewinn. – Der Monatsbeitrag errechnet sich praktisch wie folgt: Der im Steuerbescheid stehende, in der EÜR errechnete oder dem Finanzamt gemeldete Jahresgewinn wird durch zwölf (Monate) geteilt und davon ein Prozent errechnet. Ein Beispiel: Du hattest im letzten Jahr 18.000 € Gewinn, also durchschnittlich 1.500 € pro Monat, ein Prozent davon ergibt einen Monatsbeitrag von 15 €. (Ggf. kommt dann noch ein Prozent vom Brutto aus den abhängigen Tätigkeiten im ver.di-Bereich hinzu.)

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