Damit wir uns nicht gegenseitig unterbieten, gehört zur Durchsetzung angemessener Vergütungen – individuell wie gemeinsam – vor allem Honorartransparenz. Die Informationen kann ver.di verbreiten, liefern müssen wir. Nur gemeinsam schaffen wir Kooperation statt Konkurrenz.

Gerne würde ver.di darum in möglichst vielen Branchen für möglichst viele Berufe Mindesthonorare empfehlen. Eine falsche Interpretation der Marktfreiheit – national wie in der EU – steht dem zurzeit entgegen, allerdings haben Niedrigsthonorare und Digitalisierung eine neue Diskussion angestoßen.

Kurzfristig hilft nur: Transparenz schaffen. Dabei müssen alle mithelfen, damit allen geholfen ist. Zur besseren Orientierung, sammelt und verteilt mediafon alle verfügbaren Honorar-Informationen. Nutzt diese und die Honorardatenbank aber bitte nicht nur zum Lesen  nur wenn möglichst viele bei der Umfrage mitziehen, können alle profitieren.

Um Auftraggebern die eigene Honorargestaltung zu erläutern, könnt ihr unsere Honorartransparenzkarte im Format DIN lang verwenden  ideal als Beilage zu jeder Rechnung.

Eine der wenigen Ausnahmen vom Verbot der Absprachen unter Selbstständigen bietet jenseits der Honorarordnungen der verkammerten Berufe das Tarifvertragsgesetz. Das ermöglicht den Gewerkschaften, Tarifverträge für 'arbeitnehmerähnliche', sprich wirtschaftlich abhängige Selbstständige abzuschließen. Dazu mehr unter Kollektive Lösungen im Bereich Einmischen.

Zumindest für (wirtschaftlich) abhängige Selbstständige wird in Politik und Wissenschaft und natürlich auch den Gewerkschaften nach Optionen gesucht, untere Einkommensgrenzen zu definieren und durchzusetzen. Für ver.di ist das ein Langzeitprojekt: Seit Gründung unserer Gewerkschaft diskutieren wir auch über wettbewerbsrechtliche Fragen und Mindesthonorare. Worum es uns dabei im Wettbewerbsrecht geht, findest du in unserem Arbeitspapier Wettbewerbs- und Kartellrecht.

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Foto/Grafik: ver.di Selbstständige

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